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Sterne beobachten in der Agafay-Wüste: der Einsteiger-Guide
Dreißig Fahrminuten vom Trubel des Jemaa el-Fna entfernt verändert sich der Himmel. Die Lichter von Marrakesch verblassen hinter den Hügeln, und die Agafay-Wüste — eine Mondlandschaft aus steinigen Plateaus — öffnet sich unter einem der zugänglichsten Nachthimmel Marokkos. Man muss kein Astronom sein, um ihn zu genießen; man muss nur wissen, wann man kommt und was einen erwartet.
Warum Agafay? Die große Sahara ist Stunden entfernt; Agafay bietet echte Wüstendunkelheit eine halbe Stunde von Ihrem Riad. Höhenlage, trockene Luft und fehlende Stadtbeleuchtung enthüllen Tausende Sterne, die in der Stadt unsichtbar sind — und in guten Nächten den milchigen Bogen der Milchstraße.
Der Mond entscheidet alles. Der wichtigste Tipp dieses Guides: Prüfen Sie den Mondkalender, bevor Sie buchen. Um Neumond ist der Himmel am dunkelsten und die Sterne sind am zahlreichsten. Um Vollmond sehen Sie weniger Sterne — aber die mondbeschienene Wüste hat ihren eigenen silbernen Zauber. Beide Abende lohnen sich; sie sind nur verschieden.
Die beste Jahreszeit. Beobachten kann man das ganze Jahr, aber Herbst und Winter bieten die klarste Luft und die längsten Nächte. Was unsere Gäste immer überrascht: Die Wüste wird nach Sonnenuntergang kalt, selbst nach einem heißen Tag. Von Oktober bis März gehört eine richtig warme Schicht ins Gepäck; im Rest des Jahres genügt ein Pullover. Am Feuer liegen Decken bereit, aber die eigenen Schichten machen den Unterschied.
So verläuft der Abend. Ein typischer Agafay-Abend mit MoroSky beginnt mit der Abholung am Hotel am späten Nachmittag, damit Sie vor Sonnenuntergang ankommen — dem Moment, in dem die Wüste von Ocker über Rosa zu Violett wechselt. Danach: Minztee, ein marokkanisches Abendessen unter den Sternen oder im Zelt je nach Saison, Musik am Feuer — und dann übernimmt der Himmel. Die Rückfahrt nach Marrakesch erfolgt am späten Abend.
Was mitbringen? Geschlossene Schuhe für den steinigen Boden, eine warme Schicht und das geladene Handy für die Sonnenuntergangsfotos — danach weglegen: Die Augen brauchen etwa zwanzig Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen, und jeder leuchtende Bildschirm setzt diesen Zähler zurück. Ein Teleskop ist unnötig; schon mit bloßem Auge ist das Schauspiel gewaltig.
Drei einfache Orientierungspunkte für den Anfang. Suchen Sie zuerst den Großen Wagen, von Agafay aus fast das ganze Jahr sichtbar. Im Winter dominiert Orion mit seinen drei aufgereihten Gürtelsternen den Südhimmel. Im Sommer blicken Sie zum hellen Dreieck aus Wega, Deneb und Atair — dem Tor zur Milchstraße.
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